Menü Rechtenbach

Rechtenbach im Spessart

Portrait - Chronik

Bevölkerungsentwicklung und Chronologie
1686Gründung Rechtenbachs durch eine Glashütte von Johann Wenzel
1704
bis
1708
Bau der neuen Glashütte (Spiegelhütte der Franzosen)
1721über 200 Einwohner
1722Bau der Glasmacherkirche
1723Beginn der Aufzeichnungen der Getauften, Verheirateten und Verstorbenen
1724Nach dem Kirchenbau wird am 06.06.1724 als erstes die 2-jährige Anna Barbara Sattler und am 05.10.1724 der Vater Paul Sattler begraben.
 
In der Kirche sind begraben:
23.01.1733Maria Catharina Staab, Ehefrau des Verwalters Georg (Jörg) Adam Staab
31.08.1736Anna Maria Fleckenstein, geb. Hartmann, Frau des Nikolaus Fleckenstein, * 1684, 9 Kinder (Daten auf der großen Grabplatte vorhanden)
31.12.1741Anna Catharina Dorothes Mayne, Ehefrau des Jägers in Bischbrunn ("an der Strass")
11.06.1746Johann Jean Herteux
29.03.1747Nikolaus Fleckenstein, Ehemann von Anna Maria Fleckenstein
06.07.1747Renate Catharina Hörteux, Witwe des Hüttenmeisters
1729Lehrer Thenn aus Wiesenfeld in Rechtenbach, Schule wird erstmals 1746 erwähnt
1732gibt es die Fuhrleute Seubert, Iltz, Hertü
175630 Schulkinder
1759am 14.01.1759 stirbt Brument. Guillaume Brument (Direktor) war der leistungsfähigste der 3 als "Gründerväter" bekannt gewordenen Franzosen.
1771247 Personan, 57 Haushaltungen, kein Bäcker im Dorf
1781308 Einwohner (u.a. 23 Buben, 26 Mädchen)
1788alte wird Schule gebaut (heutiges Leichenhaus u. Anwesen Wüscher, 24 Schuh lang, 12 Schuh breit, 8 Schuh hoch
17913 Witwen mit Pension
9 Männer arbeitslos, 5 Witwen ohne Pension, 35 Familien (Väter waren unter Holzhauer, Fuhrmann oder Taglöhner) registriert
1791215 Einwohner in 58 Häusern, 56 Männer, 52 Frauen, 11 Witwen, 46 Söhne, 50 Töchter, Kirche, Schulhaus und die Betriebsgebäude
1791bricht faules Gallenfieber aus, 138 Einwohner erkrankten, 12 starben
1802Renovierung Pfarrhaus, Maria Göbel hat Abfälle beseitigt.
1806Kirche wird um 9 m verlängert. 60 Einwohner unterzeichnen einen Schuldschein einer für alle, alle für einen, und hafteten mit "sämtichem Vermögen"
1812453 Einwohner
1816/17Fleckfieberwelle
1818Sonn- und Feiertagsschule wird eingeführt für Jugendliche bis 18 Jahre
ab 1820wurden die Untergeschoße der Häuser aus Steinen gebaut, keine Baracken mehr
1830502 Einwohner, 99 Familien
1834Hausbau Nr. 112, Staub, Matreux Leopold u. Anna
1840500 Einwohner, 73 Häuser
1842Bau der neuen Durchgangsstraße
1842/43Typhusepidemie
18461. Bäcker in Rechtenbach, Philipp Jakob Ihls, * 23.10.1804, + 14.09.1870
Oft mußte Brot auf Kredit gekauft werden, stand im Zusammenhang mit der Hungerkatastrophe 1846/47
1846/47Hungersnot und Typhusepidemie
1849Schutzimpfung gegen Pocken
1851703 Einwohner
1851/52grassierte die Hungersnot und Typhusepidemie
1851/52
und
1855/56
verließen viele Menschen (100?) das Dorf, um nach Nordamerika auszuwandern (die Ursachen waren Mißernten, Hungersnöte und Teuerungen)
1852Districts-Krankenhaus, Dr. Brönner, Lohr, für alle sozial schwachen Kranken
1855671 Einwohner, Keuchhustenepidemie bei Kindern
1858684 Einwohner
1860Röder (10,2 ha) wird urbar gemacht
1861734 Einwohner, im Armenhaus wurde eine Krankenstube eingerichtet
1861
und
1872
Schutzimpfungen gegen Pocken
1862Belobigung (Ehrendiplom) für die Urbarmachung der Röder
1864767 Einwohner
1866Preußen in Rechtenbach
1867785 Einwohner
1871819 Einwohner, 76 Fälle von Brustentzündung, diphteritische Halsleiden, Hautwassersucht, 7 Todesfälle
1872Bau neuer Schule
1861
und
1872
Schutzimpfungen gegen Pocken
1878/79Mißernten, Hungerjahre
188082 Schüler, 36 Knaben, 46 Mädchen
1884Holzhändler und Müller Clemens Hartmann und Annemarie, geb. Kohl geben Grundstück für den Kirchenneubau (1911-1914)
 TaufenHochzeitenBeerd. Erw.Beerd. Kinder
1889267104
1890267198
18913514910
189224399
18932851715
189430246
1895265137
1896275137
189726591
1885/86Mißernten, Hungerjahre
1897751 Katholiken, 6 Protestanten
1913Beginn des Kirchenbaus am 25.05.,
im August 1914 1. Gottesdienst,
920 Einwohner, 161 Häuser, 14 Familien 4-10 Einwohner, 1 einziger Wohnraum
1914
bis
1918
1. Weltkrieg
34 Gefallene
1921Stromversorgung
1925884 Einwohner, 443 Männer, 443 Frauen, davon 517 Ledige, 320 Verheiratete, 47 Witwer und Witwen
1933920 Einwohner, 234 Familien, 174 Wohngebäude
Wohnungsnot, in einem Häuslein wohnen 4 Parteien mit 19 Köpfen, viele Familien haben überhaupt keine Wohnung, bei Sterbefällen wurde festgestellt, daß mangels jeder anderen Liegestatt die Kinder bei der Leiche im Bett schliefen
1933Fertigstellung der 1. Wasserleitung
1936die Siedlungshäuser waren gebaut
1939890 Einwohner, 202 Wohngebäude
1939
bis
1945
2. Weltkrieg
42 Gefallene, 21 Vermißte, 1 Ziviltoter und 2 Kinder Armin und Lois
1945Flüchtlinge: Adolf, Ascherl, Eckert, Frei, Kraus, Ressel, Sommer, Steinbach, Schromm, Unger, Wabra, Weiss (vom Sudeten- oder Egerland), Becker, Janousch, Krawzyk, Neuser, Prussak, Schiwy, Smasal, Tschechne, Weiss, Wojtas
1950die Glasmacherkirche wird zu einem Jugendheim umgebaut
19501077 Einwohner
19701158 Einwohner
19801092 Einwohner
1972Kläranlage wird gebaut
19861140 Einwohner mit Hauptwohnsitz, 428 Wohneinheiten, 316 Wohngebäude
19901168 Einwohner, 546 männlich, 582 weiblich, sowie 22 männl. und 16 weibl. Ausländer
alleinstehende Personen: 145
Familien ohne Kind: 130
Familien mit 1 Kind: 79
Familien mit 2 Kindern: 56
Familien mit 3 Kindern: 13
Familien mir mehr als 3 Kindern: 5

Auszüge aus dem Buch "Die kurmainzische Spiegelmanufaktur" von Werner Loibl
Mit freundlicher Unterstützung von Christa Rosenberger



 
Zum Seitenanfang