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Rechtenbach im Spessart

Portrait - Glasmacherkirche - Renovierung

Renovierung 2004 - 2009

"Richtig guter Zusammenhalt"

Die Glasmacherkirche wurde vier Jahre lang von freiwilligen Helfern saniert und verschönert. Am 26.7.2009 wird sie zur Feier des Abschlusses gesegnet. Unzählige Helfer und viele Spenden machten es innerhalb von vier Jahren möglich, den Innenraum des denkmalgeschützten Gotteshaus komplett neu zu gestalten.

Glasmacherkirche

Rund 1000 Stunden arbeiteten die Helfer daran, die Kirche im Inneren wieder herzurichten und zu einer echten Kostbarkeit zu verschönern. Finanziert wurde dies ausschließlich über Spenden.

Der Innenraum ist kaum wieder zu erkennen. Es ist wohl gerade die Schlichtheit, die die Betrachter nun staunen lässt. Ins Auge fällt zunächst das Kruzifix an der Wand. Der Altarraum besteht aus nichts weiterem als dem Altar selbst, einem Ambo und einer Muttertagsstatue sowie einer Kerze aus Altötting.

2004 fanden sich engagierte Bürger zusammen, die den trostlosen Zustand des Innenraums der Glasmacherkirche ändern wollten.

Initiatoren waren vor allem die Rechtenbacher Karl Schmitt und Hermann Schattmann. Schmitt kam auf Schattmann zu und meinte: "Es ist eine Schande, wie es da drin aussieht." Alfred Metzger übernahm die Leitung des Unternehmens und organisierte alles Weitere.

Glasmacherkirche

Das Vorhaben trug man dem Gemeinderat vor. Auch dieser freute sich über die geplante Renovierung, nur Geld hineinstecken wollte die Gemeinde nicht. Als Startkapital sollte das Guthaben des alten Fördervereins von 4320 Euro ausreichen. "Viele hatten uns am Anfang nicht zugetraut, dass wir das schaffen", erläuterte Hermann Schattmann. Doch in der Glasmacherkirche gingen die Helfer bestrebt und fleißig ans Werk. Zum Glück hatte man viele Fachleute zur Verfügung. Wesentliche Hilfe leisteten Max Bartel und Gerhard Ebert als Elektriker und Edgar Lang als Verputzer, außerdem Eberhard Staub für die Schreinerarbeiten und Günter Bartel für die Fliesen.

Zunächst wurden die Innenwände angepasst und der Putz heruntergeklopft. Außerdem musste das Mauerwerk auch von außen isoliert und saniert werden. Der Boden der Kirche wurde gefliest, während der Altarraum mit Sandstein versehen und somit optisch hervorgehoben wurde. Die Baustelle der Ehrenamtlichen lief bestens. Initiator Schattmann erinnert sich: "Es gab überhaupt keinen Streit oder Ärger. Wir hatten einen richtig guten Zusammenhalt. Jeder hat mitgeholfen, den wir gefragt haben."

Glasmacherkirche Glocke

Im April 2005 nahm der Innenraum Form an: 16 Kirchenbänke, die nach den Vorstellungen von Eberhard Staub und Karl Schmitt angefertigt und verziert wurden, nahmen ihren Platz in der Kirche ein. Das i-Tüpfelchen war die Anschaffung und Installation der Kirchenglocke im Oktober 2000.

Im September 2008 wurde noch ein Altar und ein Ambo aus Sandstein erworben.

Das Holz für die Empore wurde vom Sägewerk Pius Vater in Retzbach beschafft. Den Treppenaufbau zur Empore erledigte die Schreinerei Huth aus Neuhütten. Den Aufbau für die Empore und das Kirchenvordach stellte die Zimmerei Kißner aus Frammersbach fertig. Fürs leibliche Wohl sorgte ab und an der Gasthof Engel in Rechtenbach.

Bürgermeister Andreas Frech lobte die ehrenamtliche Arbeit: "Sie haben der Gemeinde einen riesigen Dienst erwiesen. Ich habe großen Respekt vor der geleisteten Arbeit, und auch vor dem Gemeinschaftssinn. Das muss man pflegen!" Die Glasmacherkirche ist für den Bürgermeister "ein echtes Wahrzeichen Rechtenbachs" geworden.

Lohrer Echo, Erscheinungsdatum 22.7.2009
Sabine Herteux



 
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